Mittwoch, 8. Februar 2012

Morbacher Energielandschaft

 

Auf dem Areal der heutigen Morbacher Energielandschaft befand sich bis 1995 das größte Munitionsdepot der US Airforce in Europa. Im Rahmen eines Konversionsprojektes des Landes Rheinland-Pfalz wurde das 150 Hektar umfassende Gelände zum Standort für die Erzeugung CO2-neutraler, erneuerbare Energien (Wind, Biomasse, Photovoltaik, solare Wasseraufbereitung) entwickelt. Die Morbacher Energielandschaft ist ein einmaliges Konzept zur intelligenten Nutzung von Synergien und zur Einsparung von Kosten und Ressourcen

 


Das Konzept der Campus Company GmbH


Die Campus Company GmbH erstellt im Auftrag der Gemeinde Morbach ein Ausstellungs-, Betreiber- und Vermarktungskonzept für die touristische Erschließung der Morbacher Energielandschaft.
Dabei soll die Morbacher Energielandschaft, unter anderem durch
• ein Informationszentrum,
• die Erlebbarmachung der beiden Überlebensbunker und
• Veranstaltungen
in Kombination mit der „realen Wirtschaftswelt“ (nachhaltige Energieproduktion und Nutzung regionaler Ressourcen direkt auf dem Gelände) als Modellvorhaben einer möglichst breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Diese Kombination ist bundesweit einmalig und sollte daher für die Entwicklung der Region und als Aushängeschild der Innovationsorientierung des Landes Rheinland-Pfalz genutzt werden.

 


Touristisches Konzept


Besuchergruppen sollen gezielt für erneuerbare Energien sensibilisiert werden. Eine ausgeklügelte Dramaturgie in den beiden Überlebensbunkern als ein Teil der Informations-Ausstellung stellt den Kalten Krieg als globale Gefahr in der Vergangenheit, und den Klimawandel als mögliche globale Gefahr in der Zukunft dar, ohne dabei eine lähmende Angst zu erzeugen. Vielmehr werden kreative, pädagogische Konzepte und das Beispiel der Energielandschaft dem Besucher Mut machen, sich für neue Wege der Energieversorgung zu öffnen. („Wo einst Bomben als Symbol für tot bringende Energie lagerten, wird heute Friedenssicherung durch nachhaltige Energieversorgung betrieben.“)
Speziell auf die Besucher zugeschnittene Gästeführungen und nicht ganz alltägliche Filmbeiträge wahren Aktualität und vereinen den ökologischen Zeigefinger mit ökonomischen Interessen.
Unabhängig von der thematischen Spezialisierung der einzelnen Zentren wird jeweils das Themenfeld „Umweltschutz und Nachhaltige Regionalentwicklung durch Erneuerbare Energien“ aufgegriffen und sowohl im umweltpädagogischen Bereich als bei der „gläsernen Haustechnik“ für Besucher touristisch aufbereitet. Bei der touristischen Aufbereitung der Thematik der Erneuerbaren Energien ergibt sich zudem folgende Problematik: Wie kann der umfangreiche Themenkomplex zielgruppenspezifisch und aktuell aufbereitet werden? Dieser Überlegung soll durch die Fokussierung auf die Medien Gästeführung und Film Rechnung getragen werden.

 


Informelle Ausstellung


Die Ausstellungen und das Infozentrum in der Morbacher Energielandschaft sollen als „Schaufenster für regenerative Energienutzung und Stoffstrommanagement“ Fachpublikum und interessierten Bürgern die Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien und des regionalen Stoffstrommanagements anschaulich vermitteln.
Den Ausstellungsbereich „Morbacher Energielandschaft“ bilden drei Gebäude und mehrere Stationen im Gelände. Der Rundweg wird auf diese Weise eine Länge von ca. 4,3 Kilometern aufweisen. Das Infozentrum im Eingangsbereich stellt den zentralen Anlaufpunkt für Besucher dar. In das Zentrum integriert werden sollen eine themenbezogene Ausstellung sowie ein Schulungsraum.
Das Infozentrum gibt einen Überblick über die Ausstellung und die vorhandenen Anlagen. Ein interaktiver Computer-Terminal und klassische Informationsmedien stimmen die Besucher auf die zu erkundenden Bereiche ein und tragen dazu bei, Energie erlebbar zu machen.
Ziel ist ein Ausstellungsmodell, das Orientierung und Auswahlmöglichkeiten für die anschließende Besichtigung der Landschaft bietet. Darüber hinaus soll jedoch für Kurzbesuche, bei schlechtem Wetter und für Veranstaltungen auch eine von der Energielandschaft losgelöste Nutzung des Infozentrums möglich sein. Dabei sind Hauptansprechpartner vor allem Bildungseinrichtungen und Berufsverbände, die zugleich als Multiplikatoren für die Gesellschaft dienen.

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